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Nagel-Notdienst

 

 

 
Lackieren


Vor dem Lackieren ist es ratsam, die Nägel mit Nagellackentferner zu entfetten und auch die Hände zu waschen. Auf einer fettigen Oberfläche hält sich kein Lack für längere Zeit.

Nach dem Entfetten werden die Nägel zuerst mit einem Unterlack lackiert. Man beginnt dabei auf der Unterseite des Nagels, falls dieses von der Nagellänge her möglich ist. Erst danach wird die Oberfläche lackiert. Dann wird die Nagelkuppe versiegelt, indem man mit dem Pinsel den vorderen Rand des Nagels und bei längeren Nägeln auch die Seiten mit Lack bestreicht.

Der Farblack wird nun auch zuerst auf der Unterseite aufgetragen (1 Schicht) und dann auf der Oberseite mit zwei bis drei Schichten. Beim Auftragen sollte der Pinsel einige male über die Nagelplatte gezogen werden. Dabei sollte der Lack nur dünn aufgetragen werden, denn es ist besser drei Schichten zu lackieren, als Blasen auf den Lack zu bekommen. Ausserdem trockenen einzelne dünne Schichten schneller, als eine dick aufgetragene Schicht. Auch hier werden zum Schluss die Nagelränder lackiert.

Der abschliessende Überlack wird wie der Unterlack in der Reihenfolge Nagelunterseite, Nageloberseite und zum Schluss Versiegelung der Nagelränder aufgetragen.

Wichtig ist, dass zwischen dem Auftragen der Klarlacke (Unter- bzw. Überlack) und der Farblacke keine Zeit verstreicht. Beim Auftragen desselben Lackes auf eine bestehende Lackschicht (Farbe auf Farbe oder Klarlack auf Klarlack) stellt eine Pause erfahrungsgemäss kein Problem da.

Die zusätzliche Lackierung der Nagelunterseite und die Versiegelung der Ränder verhindert, dass durch Lücken Wasser oder Luft eindringt und der Lack Stück für Stück abblättert. Der Nagellack erhält dadurch eine längere Lebensdauer, die bis zu 14 Tagen reichen kann. Dabei spielt natürlich auch die Qualität des verwendeten Lackes eine grosse Rolle.

Mittlerweile gibt es auch Lacke, die kleinere Fehler (Furchen) ausbessern und die ursprüngliche Brillianz wieder herstellen, wenn man sie nach ein paar Tagen aufträgt.

Zum Abschluss bleibt noch die Erwähnung der Quick Dry Öle bzw. Schnelltrockner - Lacke. Schnelltrockner bewirken, das die gesamten Lackschichten noch einmal aufweichen und so auch die unteren Schichten schneller trocknen können. Wird kein Schnelltrockner angewendet, brauchen die unteren Schichten erheblich länger zum Trocknen. Das liegt daran, dass die Lösungsmittel aus den unteren Lackschichten die schon Durchgetrocknete oberste Lackschicht schlecht durchdringen können.

Verzierungen / Nailart

Mittlerweile gibt es unzählige Möglichkeiten, den Nagel zu schmücken und individuell zu gestalten. Als Beispiele seien hier genannt:

- Strasssteinchen,
- Einlegemotive,
- Verzierungen mit Lack und Pinsel,
- Airbrush,
- Nagelpiercing,
- Marmoriertechnik (der "neuste Schrei"),

wobei Piercing nur beim Kunstnagel zu empfehlen ist, da der Naturnagel meistens splittert.

Hier möchte ich ein paar Anregungen geben, die mehr praktischer als theoretischer Natur sind. Zugleich möchte ich Sie ermutigen, Ihrem kreativen Schaffensdrang keine Grenzen zu setzen.


Marmorierte Nägel

Die Hand sollte am besten vorher eingecremt werden, damit Lackreste auf der Haut einfacher wieder entfernt werden können. Nach dem Entfetten des Nagels mit Nagellackentferner wird zunächst ein Unterlack aufgetragen.

In eine Schale mit warmen Wasser werden mehrere verschiedene Nagellackfarben (kein Neonlack oder angetrockneter, dickflüssigen Lack verwenden) Tröpfchenweise hineingegeben (von 3-5 Lacken jeweils etwa 4-6 Tropfen). Mit einem sehr dünnen, feinen Gegenstand (z.B. Malkugel, sehr dünner Pinsel, Nadel) wird die Farbe nun vorsichtig ineinander gezogen. Achten Sie bitte darauf, dass kein Lack an dem Gegenstand haften bleibt. Dann wird der Fingernagel langsam und flach in die Farbe eingetaucht, bis der Lack an der Nagelplatte klebt. Der Nagel kann nun wieder vorsichtig herausgezogen werden. Bleibt zu viel oder schon gehärteter Lack am Finger kleben, sollte dieser vorsichtig abgelöst oder angedrückt werden.

Manchmal bleibt noch genug Lack übrig für einen zweiten Finger. Ist dem nicht so, oder ist der Lack schon gehärtet, wird der Lackrest mit einem Streichholz oder Rosenholzstäbchen aus der Schale herausgefischt. Für die nächsten Finger beginnt das Ganze nun wieder von vorne mit der Zugabe einiger Lacktröpfchen in das noch warme Wasser.

Zum Schluss sollte unbedingt ein Überlack benutzt werden, um diverse Bläschen und Unebenheiten auszugleichen.

 
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